Zitronenmelisse
Melissa officinalis eignet sich mit DWC, NFT oder Tropfsubstrat für die hydroponische Selbstversorgung.

Warum diese Kultur sinnvoll ist
Starker Wuchs und wiederholte Triebernte. Entscheidend ist nicht nur, ob die Pflanze hydroponisch wächst, sondern ob essbarer Anteil, Kulturzeit, Lichtbedarf, Arbeitsaufwand und Haltbarkeit zum Haushalt passen.
System und Wurzelraum
Empfohlen wird DWC, NFT oder Tropfsubstrat. Der Wurzelraum muss gleichmäßig feucht, gut belüftet und lichtgeschützt bleiben. Ausgangswasser und Nährlösung werden dokumentiert; Rücklauf, Leitungen und Behälter müssen erreichbar und reinigbar sein.
Passende Systemseiten: Deep Water Culture (DWC) · Nutrient Film Technique (NFT) · Tropfbewässerung und Dutch Bucket
pH, EC und Klima
Als vorsichtiger Startbereich dienen pH 5,8–6,5 und EC 1,2–1,9 mS/cm bei 16–25 °C. Diese Bereiche sind keine universellen Sollwerte: Sorte, Alter, Licht, Ausgangswasser, Temperatur, Messverfahren und Entwicklungsphase können Anpassungen verlangen.
Aussaat und Kulturführung
Kräftig zurückschneiden, bevor der Bestand Nachbarn beschattet oder blüht. Ein kleiner Vorversuch prüft Keimfähigkeit und Systemverhalten. Pflanzen mit ungefähr 20–30 cm Abstand setzen, regelmäßig auf Wurzelgesundheit, Blattfarbe, Schädlinge und gleichmäßige Wasserverteilung kontrollieren.
Ernte und Vorrat
Geerntet wird junge Triebe vor der Blüte. Für die Vorratshaltung gilt: einfrieren oder schonend trocknen. Nur gesunde, saubere Pflanzenteile verarbeiten und die Lebensmittelhygiene der gewählten Konservierungsmethode beachten.
Fehlerdiagnose
- Lange, weiche Pflanzen: Lichtmenge, Abstand und Temperatur prüfen.
- Blattränder oder Chlorosen: nicht nur EC, sondern pH, Wasserhärte und Rezeptur kontrollieren.
- Braune Wurzeln: Temperatur, Sauerstoff, Hygiene und Staunässe untersuchen.
- Ungleichmäßiger Ertrag: Durchfluss, Tropfer, Pflanzabstand und Sorte vergleichen.